Montag, 9. November 2009

ein gedicht

ein gedicht -
das ist ein hauch,
ein flutscherl

schnell ist es passiert,
oft im traum

und am morgen
ist es weggeflutscht

aber manchmal
gelingt es mir

es an seiner
zipfelmütze
zu packen

und zu fragen,
was es denn so
gemeint hat
in der nacht

wenn ich glück habe,
ist es redselig,
das gedicht

doch es kann auch
sehr einsilbig sein,
richtig grantig,
weil ich es erwischt habe

dann versteckt es sich
hinter seiner morgenzeitung -
oh, die zeitung ist groß!
und sagt kein wort

wenn ich nett zu ihm bin
und ihm ein stück gugelhupf gebe,
verrät es mir einen vers -
aber nur einen!

dann versuche ich
mein gedicht
zu einer zweiten
tasse kaffee zu überreden

es mag espresso,
mit viel zucker
und einem schuss milch

wenn ich ihm
beim einschenken
tief in die augen sehe -
und das ist nicht einfach
(wegen der zeitung!),
flüstert es mir
noch einen vers zu - vielleicht

das reicht dann für´s erste,
denn bis zum mittagessen
bleibt mein gedicht nie

aber es wird mich wieder besuchen,
spät in der nacht

ich weiß nur noch nicht wann

Willkommen!

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